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Zum dritten Entwurf der BelWertV PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 11 April 2006
Der dritte Entwurf der BelWertV vom 16.01.2006 weicht in einigen Punkten wesentlich vom zweiten Entwurf ab. Insbesondere haben sich die Anforderungen an die Gutachter geändert.

Folgende wesentlichen Änderungen haben sich ergeben:

  1. Ein- und Zweifamilienhäuser können nun auch im Vergleichswertverfahren bewertet werden.
  2. Bei Teileigentum und üblicherweise vermietetem Wohnungseigentum müssen nun i.d.R. nicht mehr drei Verfahren gerechnet werden. Auch hier gilt nun das Zwei Säulen-Prinzip.
  3. Der Gutachter muss nun nicht mehr öffentlich bestellt oder zertifiziert sein. Er muss jedoch nach seiner Ausbildung und beruflichen Tätigkeit über besondere Kenntnisse und Erfahrungen auf dem Gebiet der Bewertung von Immobilien verfügen. Eine entsprechende Qualifikation wird bei öffentlich bestellten und vereidigten sowie von einer nach ISO-Norm 17024 akkreditierten Stelle zertifizierten Sachverständigen regelmäßig angenommen.
  4. Der Wert unbebauter landwirtschaftlicher Grundstücke ist nun nicht mehr mit dem Ertragswertverfahren sondern mit dem Vergleichswertverfahren zu ermitteln. Für bebaute landwirtschaftliche Grundstücke ist jeweils der Ertrags- und Sachwert zu ermitteln.
  5. Die Grundlagen der Beleihungswertermittlung sind nun insbesondere zu überprüfen, wenn das allgemeine Preisniveau auf dem jeweiligen regionalen Immobilienmarkt in einem die Sicherheit der Beleihung gefährdenden Umfang gesunken ist. Es erfolgte eine Konkretisierung.
  6. Die bisherige Forderung, dass eine Überprüfung der Beleihungswertermittlung erfolgen müsse, wenn die auf dem Beleihungsobjekt abgesicherte Forderung einen wesentlichen Leistungsrückstand von mindestens 90 Tagen aufweist, gilt nun nicht mehr für eigengenutzte Wohnimmobilien.
  7. Die BelWertV soll dem dritten Entwurf zur Folge bereits am 1. Juni 2006 in Kraft treten. Nach aktuellen Aussagen der BaFin geht man derzeit jedoch davon aus, dass die Verordnung am 1. August 2006 in Kraft treten wird.
  8. Die Erfahrungssätze für die Nutzungsdauer sowie die Kapitalisierungszinssätze  für wohnwirtshaftlich genutzte Objekte wurden erheblich geändert. Damit wurde der Forderung der Wohnugswirtschaft entsprochen, die die Benachteiligung der Plattenbauten kritisiert hatte.
  9. Nun enthält die Verordnung auch Erfahrungssätze für die Nutzungsdauer und die Kapitalisierungszinssätze von landwirtschaftlich genutzten Objekten.
  10. Für einige Objektarten (Verbrauchermärkte, Einkaufszentren, Freizeitimmobilien, Sportanlagen, Parkhäuser, Tankstellen) wurde die Obergrenze der Kapitalisierungszinssätze von 8,5 % auf 9 % angehoben.
Den aktuellen dritten Entwurf der BelWertV vom 16.01.2006 sowie eine Synopse zum zweiten und dritten Entwurf der BelWertV finden Sie in der Rubrik "Vorschriften".
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 12 April 2006 )
 
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