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Immobilienbewertung in Zeiten der Euro-Krise und die 7 Weltwunder PDF Drucken E-Mail
Montag, 06 Februar 2012
380 begeisterte Sachverständige und Immobilien-Professionals erlebten einen mitreißenden Jubiläumskongress in Fulda. Prof. Dr. Walter diskutierte mit den Teilnehmern Lösungsansätze zur Ermittlung marktgerechter Immobilienwerte unter dem Aspekt steigender Immobilienpreise. Alle Teilnehmer kennen sich jetzt bestens mit den 7 Weltwundern der Neuzeit aus.

Der Pioniergeist wehte durch die Kongresshalle Esperanto

Sprengnetter feierte gemeinsam mit 380 Teilnehmern den 20. Jahreskongress Immobilienbewertung. Der Pionier der Bewertungsbranche bietet die größte Plattform für Trendsetter, Vordenker und Bracheninsider. Neben hochkarätigen externen Rednern bereiteten die Sprengnetter-Referenten aktuelle Praxisthemen für den Bewertungsalltag auf. Dr. Sprengnetter stellte persönlich seine neuen und revolutionären Ideen zum Ansatz marktkonformer Zinssätze zur Berücksichtigung von Mehr-/Mindermieten, Leerständen und anderen Ertragsbesonderheiten vor. Mit dem Geist eines Avantgardisten widerlegte er in seiner einmaligen Art die bisherige Lehrmeinung und Rechtsprechung. Am Ende der spannenden Diskussion stellte sich für die Wertermittler nicht mehr die Frage, ob sondern wann seine Überlegungen zur Grundausstattung des professionell agierenden Bewertungsexperten gehören.

André Hintz, der Leiter des Sprengnetter Sachverständigenbüros stellte ein neues und effektives Modell zur Marktwertermittlung von Erbbaurechten vor. Dabei diskutierte er auch den marktkonformen Einsatz von sogenannten Erbbaurechtsfaktoren.

In jeder Krise steckt auch eine Chance

Das abwechslungsreiche Hauptprogramm in der Kongreshalle Esperanto wurde durch 7 Workshops, Softwareschulungen, kongressbegleitender Ausstellung und einer gemütlichen Lese- und Whiskeylounge begleitet. Mit großem Interesse fieberten die Teilnehmer dem Vortrag des ehemaligen Chefvolkswirts der Deutschen Bank, Prof. Dr. Walter, entgegen. Nach dem Motto: „In jeder Krise steckt auch mindestens eine Chance“, erfuhr das Auditorium aus erster Hand, welche Auswirkungen die Euro-Krise auf die Immobilienwirtschaft und speziell die Bewertungsbranche hat. Prof. Walter brachte es ohne Umschweife auf den Punkt: „Der Trend zu steigenden Preisen in Ballungsräumen setzt sich aufgrund der „Flucht“ in Sachwerte weiter fort." Der Bon Bon-Vortrag mit „Blick über den Tellerrand“ begeisterte und inspirierte die Teilnehmer.

Stichwort: Barrierefreiheit für nachhaltige Immobilienwerte

Der wissenschaftliche Leiter der IREBS und ehemalige Direktor der Researchabteilung der Deutschen Bank, Prof. Dr. Tobias Just, erläuterte in seiner Paradedisziplin die Auswirkungen des demografischen Wandels auf Immobilienwerte. Er erteilte den in vielen Gutachten verwendeten Prognosen eine Absage. Stattdessen empfahl er: „Der Sachverständige sollte sich in seinem Gutachten mit den objektspezifischen Besonderheiten im Hinblick auf eine stetig alternde Gesellschaft beschäftigen."

Wachstum im Sachverständigenbüro durch Social Media

Auch bei den neuen Medien wurde Sprengnetter seiner Pionierrolle gerecht. Der E-Manager, Martin Schmitz, von der Marketingagentur Marc Ulrich aus Ahrweiler stellte die Chancen und Möglichkeiten von Social Media (Facebook, Twitter und Co.) im Sachverständigenbüro vor. Die Immobilienwirtschaft ist eine der am stärksten wachsenden Gruppen in den sozialen Netzwerken. Am Ende des Multimedia-Vortrags waren sich deshalb alle einig: „Der Einsatz von Social Media birgt enormes Wachstumspotenzial für Bewertungsprofis."

Die neue Sachwertrichtlinie bietet noch Verbesserungsbedarf 

Die viel diskutierte und wahrscheinlich im Frühjahr 2012 erscheinende Sachwertrichtlinie inkl. den neuen Normalherstellungskosten 2010 (NHK) war das Thema von Christian Sauerborn, dem Leiter der Sprengnetter Marktforschung. „Viele Verbesserungen sind in der neuen Sachwertrichtlinie enthalten“, so Sauerborn. Dennoch blieben bislang wichtige Detailfragen für die Praxis unbeantwortet. In seinem anschaulichen Impulsvortrag brachte er die Teilnehmer auf den aktuellen Stand und gab praktische Tipps im Umgang mit den neuen NHK 2010 und dem geänderten Sachwertmodell.

Sachverständige trotz JVEG-Novelle benachteiligt

Dr. Peter Bleutge ist als Autor in allen juristischen Feldern des Sachverständigenrechts bekannt. Die anstehende Novelle des Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetzes (JVEG) wurde von ihm auf Praxistauglichkeit und Angemessenheit analysiert. „Trotz der geplanten Anhebung des Stundensatzes für Sachverständige müssen Gerichtsgutachter weiter Einkommenseinbußen gegenüber privat tätigen Kollegen hinnehmen“, führte Bleutge zum Leidwesen der Sachverständigen aus. Der Geschäftsleiter der Sprengnetter GmbH, Jochem Kierig, kündigte daraufhin an, die Kunden der Sprengnetter Immobilienbewertung zu befragen und das Auswerteergebnis in Abstimmung mit den beim Jahreskongress anwesenden Verbänden (Zert-Verband, BDVI, IVD und BVI) dem Justizministerium vorzulegen.

77 Begriffe in 1,5 Stunden gemerkt – Das Gehirnjogging für Sachverständige

Neben den fachlichen Highlights sorgte der bekannte Gedächtnisexperte und Professional Speaker, Markus Hofman, für reichlich Verblüffung und gute Laune im Publikum. In seinem interaktiven Vortrag lernten die Teilnehmer sich binnen 1,5 Stunden 77 Begriffe zu merken. „Geist ist geil“, lautet seine Devise. Jeder Teilnehmer kann bei der nächsten Familienfeier oder im Büro nicht nur die sieben Weltwunder der Neuzeit aufsagen, sondern beherrscht auch noch die richtige Reihenfolge. Das ist auch nicht verwunderlich, wenn man sich vorstellt, dass die auf dem Berg Corcovado in Rio de Janeiro gelegene, tonnenschwere Christus-Statue einem auf dem Fuss steht. Solche Bilder sind einprägsam und bleiben im Gedächtnis. Zum Schluss sprach er sich für neue Lernmethoden an Schulen aus und mahnte: „Warum bekommen unsere Kinder nur die Fehler z.B. in einem Diktat mitgeteilt, nicht aber, dass sie 500 Wörter richtig geschrieben haben?"

Der Sprengnetter-Jahreskongress bietet Mehrwert durch Netzwerk

Der Sprengnetter Jahreskongress unterstrich eindrucksvoll, dass er mehr ist, als ein reiner Fachkongress. Neben dem gelungenen Mix aus aktuellen, praxisnahen Fachthemen und Spezialvorträgen steht besonders das gemeinsame „Netzwerken“ im Vordergrund. Schon während der Kongresstage freuten sich die Teilnehmer auf den Austausch mit ehemaligen  Seminarteilnehmern und jetzigen Freunden und Kollegen. „Wir sind ein offenes Branchenforum", bekannte sich der Akademieleiter, Andreas Habath und ergänzte: „Die Pflege und das Knüpfen neuer Kontakte sind ein echter Mehrwert für jeden Kongressteilnehmer." Gelegenheit zum Feiern ergab sich am zweiten Kongresstag: Nach dem Abenddinner feierten die Teilnehmer in lockerer Atmosphäre gemeinsam mit einer Live-Band. Zu Feiern gab es viel, wie Jochem Kierig betont: „2012 können wir auf 20 erfolgreiche Jahre Sprengnetter-Jahreskongress zurückblicken.“ Zwanzig Jahre, in denen sich der Jahreskongress von einem überschaubaren Treffen von Akademieabsolventen zur führenden Branchenveranstaltung gewandelt hat. Der Termin für den nächsten Jahreskongress steht auch schon fest. Vom 17.01. bis zum 19.01.2013 kann man wieder beim großen Bewertungskongress dabei sein. Die Organisatoren und Moderatoren Jochem Kierig und Andreas Habath haben bereits mit den Vorbereitungen begonnen und haben einen Tipp: „Melden Sie sich frühzeitig für 2013 an, denn die Teilnehmerzahl ist begrenzt“.

Impressionen zum Jahreskongress finden Sie im Sprengnetter You Tube-Kanal.

 
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